Staubläuse – Sofort erkennen und wirksam Bekämpfen


In einem Drittel der deutschen Haushalte leben sie und bleiben oft unentdeckt. Staubläuse sind klein und unscheinbar und verursachen meistens keinen großen Schaden.

Dennoch sind sie unansehnlich und in großer Zahl eine Belästigung.

Insbesondere im Neubau sind sie weit verbreitet und machen den Eigentümern Sorgen. Aber auch alle anderen Räumlichkeiten können betroffen sein und bevölkert werden. Tapeten, Parkett, Bücher und Nahrungsmittel sind dabei beliebte Reviere.

Deshalb erfährst du hier, wie du einen Befall schnell erkennst und die richtigen Gegenmaßnahmen ergreifst.

So schützt du dein Haus / deine Wohnung und bist schnell wieder Laus-frei.

Wie sieht eine Staublaus aus?

Staubläuse sind eine eigene Unterordnung der Insekten und gehören eigentlich gar nicht zu den Läusen. Sie werden nur 1-10 mm groß und zeichnen sich durch ihre besonders langen Fühler aus.

Außerdem besitzen sie einen leicht dreieckig geformten Kopf an deren Seiten die Augen sitzen und feine Gliedmaßen.

1,5 mm große Staublaus
(NobbiPOpens in a new tab. / CC BY-SAOpens in a new tab.)

Ihre genaue Größe und Färbung hängt von der jeweiligen Art ab. In Deutschland sind dabei nur 100 der bekannten 5600 Arten heimisch.

Auch wenn sie zu den fliegenden Insekten gehören bewegen sie sich hauptsächlich mit den Beinen fort (meist laufend, selten hüpfend). Einige Arten haben gar keine Flügel und bei anderen nur die männlichen Exemplare.

Auf Grund ihrer geringen Größe ist es schwierig eine einzelne Staublaus zu identifizieren. Dies funktioniert eigentlich nur mit einer Lupe oder einem kleinen Mikroskop.

Dann kannst du die Staublaus an ihrem Erscheinungsbild und auch an ihrer Bewegungsform identifizieren. Staubläuse bewegen sich nämlich zügig und etwas eckig. Sie bleiben abrupt stehen und ändern dann rasch die Richtung.

Der Lebenszyklus einer Staublaus hängt stark von den Umgebungsbedingungen ab. Wenn die Umgebung feucht und warm genug ist, legen die Weibchen bis zu 100 Eier, aus denen die Larven nach ca. 1 Woche schlüpfen und dann 2-3 Monate heranwachsen. Die ausgewachsene Staublaus lebt dann bis zu 3 Monate.

In optimaler (sehr feuchter) Umgebung kann die Population so schnell ansteigen und erhebliches (gut sichtbares) Auftreten der Fall sein. Spätestens dann wird die Staublaus bemerkt und die Bekämpfung begonnen.

Wovon ernähren sich Staubläuse?

Die kleinen Insekten sind weder Blutsauger noch Staubfresser (wie der Name vermuten ließe) und ernähren sich hauptsächlich von Schimmelsporen, Pilzen, Farnen und Algen.

Staublaus-Paradies Schimmel

Aber es gibt Staubläuse ohne Schimmel. Einige Arten sind nämlich in stärkehaltigen Haushaltsartikeln anzutreffen. Dazu zählen Getreideprodukte, aber auch Tapetenkleister und der Leim von Buchbindungen.

Darüber hinaus gibt es eine Art, die Löcher in Holz fressen kann. Diese ist bei uns aber nicht sehr verbreitet. Staubläuse gelten daher bei uns nicht als Holzschädlinge (wie der Hausbock oder der Holzkäfer).

Der Kot der Staubläuse besitzt meist eine eher dunklere Färbung und wird von den Hausbewohnern nur selten wahrgenommen. Erst bei großen Populationen können Anhäufungen auftreten die aussehen wie feiner dunkler Gries.

Die Nähe zum Menschen ist aber eigentlich gar nicht der bevorzugte Lebensraum der Staublaus. Viel lieber bevölkern sie Bäume, Rinden, Totholz und andere feuchte geschützte Orte in der Natur.

Häuser und Wohnungen besiedeln sie nur, wenn die Umgebungsbedingungen dort für sie gut passen. Es also feucht und warm genug ist.

Wie erkenne ich einen Befall?

Staubläuse kommen über infizierte Verpackungen und Nahrungsmittel und natürlich über offene Zugänge in die Häuser.

Befallene Verpackungen zu erkennen ist dabei nahezu unmöglich, da die Insekten hierfür zu klein sind. Hierzu müsstest du alles, was du in dein Haus bringst gründlich mit einem Mikroskop untersuchen. Und das ist nicht praktikabel und auch nicht notwendig.

Solltest du den Verdacht haben, dass sich Blattläuse bei dir aufhalten wirst du sie fast ausschließlich in feuchter Umgebung antreffen. Eine Luftfeuchtigkeit von 60% ist hierzu das absolute Minimum. In der Regel ist eine Feuchtigkeit über 80% für die kleinen Insekten ideal.

Dabei sind die kleinen Tierchen auch relativ sensibel, was die Temperatur angeht. Zwar können sie auch niedrigere Temperaturen überstehen, dann sind sie aber inaktiv und die Entwicklung stark verlangsamt. Eine Überbevölkerung entsteht so nicht!

Beliebtes Staublaus-Revier

Daher fühlen sich Staubläuse im Neubau mit nicht durch getrockneten Wänden besonders wohl.

Aber auch Keller, Bäder und andere Orte mit hoher Feuchtigkeit sind prädestiniert für das Vorkommen von Staubläusen. Sollte es Schimmelsporen geben (entdeckt oder unentdeckt) sind die kleinen Insekten fast immer auch in der Nähe. Dies macht sie zu einem guten Schimmelindikator.

Wenn eine solche feuchte Umgebung vorliegt, kann die Population der Insekten stark ansteigen und eine größere Ansammlung auch mit bloßem Auge erkannt werden.

Dann gilt es, sich die kleinen Plagegeister genau anzusehen und das Aussehen abzugleichen.

Hierzu nimmst du einfach haushaltsüblichen Klebestreifen und drückst die Klebefläche gegen die vermeintlichen Staubläuse. Die bleiben daran kleben und du kannst die Probe dann in Ruhe betrachten.

Ich verwende hierfür das Taschenmikroskop von CarsonOpens in a new tab.. Das ist klein, handlich und nicht zu teuer. Außerdem ist die Vergrößerung phänomenal (60x – 120x). Wenn du sogar die wenigen Euro sparen möchtest, kannst du auch ein Foto machen und versuchen es entsprechend zu vergrößern! Besser und einfacher geht es aber mit dem Mikroskop.

Da es einige verschieden Arten gibt empfehle ich dir zum Abgleich die Bildersuche der großen Suchmaschine. Gib dort einfach „Psocoptera“ ein. Dann findest du nicht nur deutsche Bilder zu „Staubläusen“.

Falls du es genauer wissen willst kannst du natürlich bis in die Unterarten reingehen (Trogiomorpha, Troctomorpha und Psocomorpha) und vergleichen. Das ist aber für die Maßnahmen unerheblich, da diese für alle Gruppen identisch sind!

Sind Staubläuse schädlich oder gefährlich?

Vermutest du einen Befall von Staubläusen oder hast die Insekten sogar schon identifiziert, stellt sich natürlich die Frage, was dir für ein Schaden droht.

Hier muss ganz klar gesagt werden, dass Staubläuse grundsätzlich nicht schädlich sind!

Da sie sich von Schimmel und Co ernähren gehen sie nur selten auf Nahrungsmittel über.

Der größte Schaden der in Zusammenhang mit Staubläusen auftritt ist daher nicht das Insekt an sich, sondern die zu Grunde liegende Feuchtigkeit und die daraus entstehende gesundheitliche Beeinträchtigung (insbesondere von Schimmelsporen).

Gefährlich: Schimmel

Staubläuse ohne Schimmel sind natürlich ebenfalls möglich. Jedoch ist dies die Ausnahme und selbst wenn noch kein Schimmel sichtbar ist, kann trotzdem eine entsprechende Feuchtigkeit vorliegen, die einen Nährboden für dessen Entwicklung und die Insekten bildet.

Es gibt wenige Arten die auch in Lebensmitteln wie Mehl gefunden werden. Insbesondere bei feuchter Lagerung kann es hier zu einer Ansammlung kommen. Dann ist die primäre Ursache aber auch hier ein zu hoher Wassergehalt in der Luft und die Staubläuse ernähren sich von dem (nahezu nicht sichtbaren) Schimmelrasen auf dem Mehl.

Sollte es tatsächlich zu einer solchen (seltenen) Lebensmittelkontamination kommen, sind die Lebensmittel durch den Kot der Tiere und die Tiere an sich nicht mehr zu verzehren, da eine hohe Konzentration zu allergischen Reaktionen führen kann (was ebenfalls sehr selten ist).

Ich denke aber es versteht sich von selbst, dass man Lebensmittel, die von Insekten belagert werden und die voller fremder Partikel (= Kot) sind, nicht mehr zum Kochen und Backen einsetzt.

Einen Biss der Staublaus hast du übrigens auch nicht zu befürchten, da es sich nicht um Parasiten handelt und sie mit Blut nichts anfangen können.

Staubläuse beißen keine Menschen

Wenn du also einen Biss hast und gleichzeitig Staubläuse entdeckst, hat dies nichts miteinander zu tun. Der Biss hat eine andere Quelle!

Häufig denkt man bei Insekten an Allergien, die sie eventuell auslösen können. Die Staublaus hat eher wenig Kontakt zum Menschen und nur wenn du kontaminierte Lebensmittel mit einer hohen Konzentration an Kot und Insekten zu dir nimmst, kann eine allergische Reaktion auftreten.

Für Kleinkinder und kleine Babys gilt dieselbe Gefährdung wie für Erwachsene. Grundsätzlich besteht keine Gefahr! In erster Linie sollte die Feuchtigkeit bekämpft werden, da hier der wirkliche Schaden droht!

Staubläuse loswerden

Wenn du Staubläuse bei dir ausfindig machst denkst du sicher als erstes an Fallen, Insektensprays und abschreckende Hausmittel wie Lavendel und Rosmarinöl.

Dies beseitigt das Problem jedoch nicht!

Insektizide sind wirksam als Kontaktsprays und enthalten häufig synthetische Pyrethroide (wie Permethrin) die bei Kontakt mit dem Insekt unmittelbar zu dessen Absterben führen. Das klingt zwar erstmal verlockend, aber ich kann es dir dennoch nicht empfehlen.

Das Mittel ist extrem gefährlich und darf auf keinen Fall in die Nähe von Haustieren und Kinder gelangen. Es kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen und zu Hautreizungen führen. Das willst du nicht in deinem Haus haben!

Außerdem ist es keine Lösung des eigentlichen Problems!

Denn in erster Linie muss den kleinen Insekten der Nährboden entzogen werden.

Daher musst du dich auf die Suche nach der Feuchtigkeit machen.

Ein erster Schritt sollte sein die allgemeine Feuchtigkeit in den Räumen zu bestimmen. Hierzu kannst du einfach ein HygrometerOpens in a new tab. einsetzen. Das kostet nur ein paar Euro und gibt direkt einen Anhalt, ob es eher feucht oder trocken in den Räumen ist (unter 60% relativer Feuchtigkeit gilt dabei als normal).

Im Anschluss gilt es eine Detailabsuche durchzuführen. Die Orte an denen sich Staubläuse tatsächlich aufhalten ist dabei ein erster guter Indikator.

Außerdem sind klassische Stellen abzusuchen und zu kontrollieren. Dazu zählen insbesondere Kellerräume, Ecken und Ritzen, sowie Feuchträume.

Es ist aber für dich nicht immer leicht eine hohe Feuchtigkeit zu erkennen, da nicht sofort ein Wasserfleck oder großräumiger Schimmel sichtbar ist.

Um eine qualifizierte Aussage zu treffen kannst du natürlich einen Profi hinzuziehen, der eine solche Kontrolle bei dir macht.

Als kostengünstige Alternative empfehle ich einen Feuchtigkeitsmesser zu kaufen. Die Kosten sind überschaubar und du hast im Anschluss ein Gerät, das einfach anzuwenden ist und dir sofort ein Ergebnis liefert.

Ich empfehle dir das Feuchtigkeitsmessgerät von TacklifeOpens in a new tab.. Das ist super präzise, leicht anzuwenden und besitzt noch paar nützliche Funktionen (wie unterschiedliche Modi für unterschiedliche Materialien!)

Falls dir die Kosten hierfür zu groß sind wäre eine einfache (aber leider nicht so effektive) Möglichkeit mit Löschpapier zu arbeiten. Dies bekommst du für ein paar Euro in jedem Schreibwarenladen. Das Papier drückst du nun für eine Minute fest an die zu kontrollierende Stelle. Ist nach einer Minute das Löschpapier noch trocken ist die Wand nicht feucht.

Nachdem die feuchten Stellen identifiziert wurden, kommt der schwierige Teil der Beseitigung. In der Regel solltest du nicht einfach Schimmelentferner einsetzen, da so zwar die Sporen, aber nicht die Feuchtigkeit bekämpft werden.

Der Schimmel kommt dann nach wenigen Wochen automatisch wieder. Und damit auch die Staubläuse.

Du wirst nicht darum kommen bauliche Mängel auszugleichen. Oder eben ausgleichen zu lassen. Wie viel und wie stark diese Maßnahmen sein müssen, ist dabei individuell zu bestimmen. Hierzu sind die Objekte zu unterschiedlich.

Wohnst du zur Miete hast du den Vorteil, dass der Eigentümer für die Beseitigung verantwortlich ist. Hier solltest du beim Auftreten von Staubläusen sofort tätig werden und auf eine Schimmelkontrolle und -beseitigung drängen!

Sind es deine eigenen 4 Wände stehst du in der Verantwortung und musst tätig werden. Und auch wenn du einiges selber machen kannst, solltest du weder Zeit verstreichen, noch Ausgaben vermeiden. Was du jetzt sparst, rächt sich in einigen Wochen und Monaten doppelt. Mängel können anfangs immer günstiger beseitigt erden.

Handelt es sich um einen Neubau befindet sich häufig eine Grundfeuchtigkeit in dem Objekt, da die Baustoffe austrocknen müssen.

Die ausdunstende Feuchtigkeit sammelt sich in dem Gebäude und erreicht so Werte, die für die Staublaus (und Schimmel) ein ideales Niveau haben und deren Ausbreitung massiv beschleunigen kann.

Glücklicher Weise erledigt sich das Problem in solchen Fällen von selbst, sobald die Baustoffe ihre Feuchte abgegeben haben und ausgetrocknet sind. Dann ist die relative Feuchtigkeit zu niedrig und die Staubläuse finden keine geeigneten Lebensbedingungen mehr vor. Innerhalb weniger Tage und Wochen verschwinden sie.

Um die Trocknung zu beschleunigen werden professionelle Bautrockner eingesetzt, die einen hohen Luftumsatz haben und viel Wärme erzeugen. Im Prinzip ein großer Fön, der der die Räume von innen trocknet.

Sollte so ein Bautrockner nicht von der entsprechenden Baufirma eingesetzt werden, solltest du darauf hinweisen und darauf bestehen!

Baust du selbst oder stößt auf wenig Einsicht bei den Verantwortlichen kannst du dir so ein Gerät natürlich auch selbst kaufen (und wieder verkaufen nach der Nutzung, was die Kosten deutlich im Rahmen hält!). So erzielst du möglichst schnell eine Austrocknung. Auch wenn du erstmal in den sauren Apfel der Anschaffung beißen musst.

Ich finde den Bautrockner von AktobisOpens in a new tab. gut geeignet, da sein Preis-Leistungs-Verhältnis absolut top ist. Professionelle Trockner mit einem hohen Luftumsatz und einer guten Wirksamkeit sind häufig im Bereich von 500 EUR aufwärts zu finden, aber der Bautrockner von Aktobis schafft das gleiche für fast den halben Preis. Dies bestätigen auch die durchweg positiven Rezensionen!

Befolgst die einfachen Regeln, dann hast du die Mängel und die Feuchtigkeit beseitigt und die Staubläuse sterben ganz einfach aus!

Feuchtigkeit dauerhaft gering halten

Sollten keine Baumängel vorliegen, kann es ebenfalls sein, dass die Räume nicht korrekt entfeuchtet werden.

Insbesondere Nassräume sind hier gefährdet, da eine hohe Luftfeuchtigkeit durch das Duschen / Baden entsteht, die bei falschen Maßnahmen nicht richtig entweicht.

Kernelement jeder Entfeuchtung ist daher die korrekte Lüftung.

Korrekte Lüftung ist das A und O

Das ist so einfach wie kostengünstig und wird trotzdem immer wieder falsch gemacht.

Richtig gelüftet wird über die Stoßlüftung (maximaler Luftaustausch in kurzer Zeit) und in regelmäßigen Abständen.

Gerade im Winter scheut man sich davor die kalte Luft hereinzulassen. Aber du lässt hierbei ja in erster Linie warme und feuchte Luft heraus!

Außerdem wird die kältere Luft nach der Stoßlüftung erwärmt. Dadurch reduziert sich die relative Luftfeuchtigkeit erheblich! Desto kälter die Luft, desto größer ist der Effekt. Gerade im Winter ist eine Entfeuchtung daher kinderleicht!

Neben dem Luftaustausch gibt es auch diverse Entfeuchter zu kaufen. Diese haben in der Regel einen Filter, der die Feuchtigkeit aufnimmt und in einem Auffangbehälter sammelt.

Das Prinzip ist einfach und funktioniert grundsätzlich auch.

Aber ist unwahrscheinlich ineffektiv.

Um in einem Raum von 6 x 4 Meter und einer Luftfeuchtigkeit von 80% und einer Temperatur von 22°C die Feuchtigkeit auf 60% zu senken, müsstest du insgesamt 0,3 Liter Wasser auffangen.

Das klingt nicht viel, aber ist die Menge, die man auf einen Schlag aus dem Raum entnehmen müsste. Dieses Verfahren ist absolut unpraktisch, dauert viel zu lange und ist durch die passiven Entfeuchter nicht zu schaffen.

Du kannst natürlich auch eine Schale Reis aufstellen (was leider gerne empfohlen wird), aber dann musst du schon den ganzen Boden mit den Körnern auslegen…

Baumängel beseitigen, Neubau entfeuchten, richtig lüften!

Hausmittel und Fallen gegen Staubläuse

Bei Ungeziefer im Haus ist eine rasche Bekämpfung das bevorzugte Ziel der Bewohner. Die Insekten sollen möglichst schnell und effektiv verschwinden und natürlich nicht wiederkehren.

Daher haben wir über die Ursachen gesprochen und auch die darauf aufbauenden Maßnahmen.

Gerne findest du zusätzliche Tipps im Internet, bei denen eine magische Wirkung von diversen Ölen und Pflanzen propagiert wird.

Gern genommen ist hier eine Essiglösung und Lavendel.

Leider kein Wundermittel: Lavendel

Der starke Geruch soll die Umgebung unattraktiv für die Staubläuse machen, worauf sich diese dann fernhalten.

Aus meiner Erfahrung funktioniert das nicht.

Staubläuse siedeln sich dort an, wo genug Feuchtigkeit vorhanden ist und damit genug Nahrung existiert.

Ein Überdecken der Feuchtigkeit mit einem Geruch beseitigt die Ursachen des Befalls nicht. Du musst konsequent gegen Schimmelbildung vorgehen. Nur so wirst du die kleinen Insekten auch langfristig los.

Von der mangelnden Wirksamkeit abgesehen, finde ich es außerdem sehr unangenehm, wenn man permanent Essig in den Räumen hat. Der stark beißende Geruch sorgt nicht gerade für eine Wohlfühlatmosphäre.

Da stemme ich lieber einmal die Wand auf, als dass ich den Raum nicht mehr betreten kann vor lauter Gestank!

Explizite Fallen für Staubläuse gibt es auf dem Markt nicht! Gerne werden Fallen für Silberfische und Co angeboten. Hierbei handelt es sich meistens um eine Klebefolie auf denen die Insekten kleben bleiben und verenden.

Auch hier beseitigst du überhaupt nicht die Ursache und die „Tötungsrate“ ist auch nicht hoch genug, um wirklich etwas zu bewirken. Spare dir das Geld und sorge lieber für eine geringe Luftfeuchtigkeit in der Umgebung!

Es bleibt aber natürlich dir überlassen diese Methoden (und Gerüche) auszuprobieren. Ich hoffe aber, dass dir meine Tipps und meine Erfahrung effektiv weiterhelfen!


Titelbild: Bernd HofmannOpens in a new tab. / CC BY-SAOpens in a new tab.)

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