Schnecken vertreiben – Effektive Hausmittel für Hochbeet und Co


Im Frühjahr beginnt die Wachstumsphase und die Gärtner freuen sich auf ihr selbst angepflanztes Gemüse und ihren Salat. Doch die grünen Köstlichkeiten ziehen auch Schnecken an.

Diese vertilgen die saftigen Blätter und können die gesamte Ernte gefährden.

Doch wie schützt man seine Beete vor den lästigen Schädlingen?

Welche Schnecken sind gefährlich für das Beet?

Es gibt viele verschiedene Schneckenarten, doch nicht alle sind eine Bedrohung für deinen Gartensalat. Bevor du also mit der Bekämpfung startest, solltest du dir anschauen, welche Tiere sich bei dir eingenistet haben.

Vereinfacht gesagt sind Nacktschnecken Schädlinge und ernähren sich von unseren Nutzpflanzen, während Gehäuseschnecken je nach Art totes Blattmaterial, Algen und andere Pflanzen bevorzugen.

Daher steht die Weinbergschnecke sogar unter Naturschutz und darf weder getötet noch bekämpft werden.

Weinbergschnecke: Nützlich und unter Naturschutz

Aber auch unter den Nacktschnecken gibt es wesentliche Unterschiede. So gibt es bestimmte Arten wie den Tigerschnegel, die sich tierisch ernähren und sogar die schädlichen Nacktschnecken vertilgen.

Tigerschnegel: Nützlich gegen Nacktschneckenschädlinge

Neben dieser nützlichen Nacktschnecke, gibt es aber ach besonders unangenehme Exemplare.

Spanische Wegschnecke: Schwer zu bekämpfen

Die spanische Nacktschnecke ist eine heimische und auf Grund der Erwärmung auf dem Vormarsch befindliche Gattung, die durch ihren besonders bitteren Schleim kaum Fraßfeinde hat. Dies macht ihre Bekämpfung und Eindämmung extra schwer.

Wie erkennt man einen Befall mit Schnecken?

Schnecken sind häufig nachtaktiv, da sie auf Feuchtigkeit angewiesen sind und in der prallen Sonne nicht überleben können.

Es kann daher sein, dass man die kleinen Schädlinge nicht immer zu Gesicht bekommt.

Fraßschäden sind ein guter Indikator

Ein ausgiebiger Fraß an den Pflanzen ist jedoch ein erstes Zeichen, für einen Befall. Der Fraß findet häufig an jungen Blättern statt und ist meist großflächig vorhanden. Dies liegt an dem Kauwerkzeug der Schnecken, das aus vielen hundert kleinen Minizähnen besteht.

Der Fraß findet dabei meistens am Rand statt, kann bei größeren Blättern aber auch vermehrt zentral auftreten.

Zu dem eigentlich Schadbild gesellt sich als sicheres Zeichen dann die entsprechende Schleimspur, die auf künstlichen Materialien (Umrandung, Keramik) gut zu erkennen ist. Diese sondern die Schnecken ab, um den Untergrund zu befeuchten und so die Fortbewegung zu ermöglichen.

Sollte nach diesen beiden Indizien immer noch Unsicherheit besteht ist eine gezielte Absuche der betroffenen Stellen sinnvoll. Hierzu kannst du in geschützten Bereichen (schattig, feucht, abgedeckt) gezielt nach den Schnecken suchen. Außerdem sind die feuchten Morgenstunde und ein generell feuchtes Wetter bei den Schädlingen beliebt. Deswegen solltest du insbesondere dann eine Kontrolle durchführen.

Woher kommen die Schnecken?

Allgemein sind Schnecken schon immer hier heimisch gewesen und leben in vielfältiger Form auf Wiesen und in Wäldern. Nur wenige Arten sind eingeschleppt und verbreiten sich hier. Dies gilt auch für die Spanische Wegschnecke, die trotz ihres Namens schon immer hier war (auch wenn nicht so stark verbreitet).

Im Detail kommen Schnecken aus der Umgebung, wobei feuchte Gebiete generell stärker besiedelt sind. Wälder, Seen und Bachläufe sind beliebte Schneckenreviere.

Aber nicht immer kommen die Schnecken direkt von außerhalb. Es können auch Eigelege aus dem letzten Jahr den Winter in deinem Garten überlebt haben. Dann ist dein eigener Garten die Quelle und eine Abschottung nach außen macht wenig Sinn.

Wie pflanzen sich Schnecken fort?

Schnecken sind Zwitter und benötigen zur Fortpflanzung dennoch einen gegengeschlechtlichen Partner. Die Nacktschnecken sind zunächst männlichen Geschlechts und bilden Samenpakete aus.

Diese werden bei dem Geschlechtsakt ausgetauscht und vorübergehend im Körper gespeichert. Im Anschluss erfolgt die Geschlechtsumwandlung und die Produktion der Eier. Diese werden dann intern mit dem gelagerten Sperma befruchtet.

Paarung zweier Nacktschnecken

Es können bis zu 400 Eier abgelegt werden aus denen nach 4 Wochen die Jungtiere schlüpfen. Bei günstigen Bedingungen kann eine Eiablage bis zu 4 Mal im Jahr erfolgen, normal sind 2 Mal (im Frühling und Herbst).

Im Boden überstehen die Eier auch sehr niedrige Temperaturen und können fast nur durch Fraßfeinde oder mechanische Zerstörung beseitigt werden.

Die schnelle und zahlreiche Fortpflanzung macht eine Bekämpfung besonders schwer und erklärt, warum die Population der kleinen Schädlinge schnell ansteigen kann.

Wann sind Schnecken aktiv?

Schnecken sind nachtaktiv. Dies liegt wie gesagt an ihrer Abhängigkeit einer hohen Feuchtigkeit, die sie zum Überleben benötigen.

Bei feuchten Umgebungsbedingungen sind die Schädlinge jedoch auch tagsüber aktiv. In einer ausgedehnten Regenperiode siehst du sie verbreitet über Wege und Straßen kriechen, da die Feuchtigkeit sie herauslockt und ihre Reichweite deutlich erhöht.

Ein Überqueren von sonst größeren und trockeneren Abschnitten wird nun möglich und vergrößert die Gefahr, dass sich die Schnecken in deinem Beet ansiedeln enorm.

Wie kann man Schnecken effektiv vertreiben?

Es gibt zahllose Methoden, die helfen sollen die lästigen Schnecken zu vertreiben. Ich zeige dir diejenigen, die besonders effektiv sind und wie du sie möglichst einfach und schnell umsetzen kannst.

Absammeln der Schnecken

Die mechanische Entfernung der Tiere ist tatsächlich die effektivste Methode, wenn es um die Bekämpfung von Schnecken geht. Insbesondere im Frühjahr solltest du früh damit anfangen die Exemplare aufzunehmen und zu entfernen. Dies sorgt für eine deutlich reduzierte Vermehrung und damit für eine gute Langzeitwirkung.

Nutze einfach einen kleinen Eimer und eine einfache Grillzange (die es für 1 EUR gibt). Damit ersparst du dir verschmierte Hände und Handschuhe und das Absammeln geht deutlich schneller voran.

Denn diese Methode muss regelmäßig durchgeführt werden. Insbesondere die feuchten Morgenstunden und verregnete Tage eignen sich für deine kleine Jagd.

Effektiv: Suchen und Aufsammeln

Du kannst die Absuche unterstützen, in dem du den Schnecken Unterschlupf bietest. Hohle Bretter, Dachziegel und alles was ein Dach und einen Zugang hat wird dabei angenommen. Selbst große Blätter können genutzt werden. Gehst du nun auf deine regelmäßige Absuche wirst du hier fündig und das Entfernen geht schneller voran.

Wichtig bei der Methode ist die Wiederholung, denn ansonsten steigt die Population wieder an und du beginnst von vorn. Im Idealfall suchst du täglich ein Mal ein paar Minuten dein Beet ab.

Im Anschluss verbringst du die gesammelten Exemplare einfach in einen anderen (nach einer Studie mindestens 20 Meter entfernten) Bereich in dem sie keinen Schaden anrichten können und setzt sie wieder aus.

Der Befall mit Schnecken kann mit dieser Methode drastisch reduziert, aber leider nicht komplett eliminiert werden. Hierzu müssten alle Schnecken abgesammelt werden, es dürften von außen keine weiteren hinzu kommen und es dürften keine Eigelege im Boden existieren.

Schneckenzaun installieren

Neben der mechanischen Entfernung ist die physische Zugangsbeschränkung ebenfalls sehr effektiv. Hierzu wird ein Zaun um das entsprechende Beet eingesetzt. Dieser verhindert durch seine spezielle Form, dass die Schnecken das Hindernis überwinden können. Somit kommen die Schädlinge nicht an dein Salat heran.

Es gibt unterschiedlichen Formen und Materialien von Schneckenzäunen. Einfach zu installieren und günstiger in der Anschaffung sind Umrandungen aus Plastik. Diese sind jedoch nur eingeschränkt witterungsbeständig und müssen regelmäßig ausgetauscht werden.

Ich persönlich kann die großen Plastikinstallationen daher nicht empfehlen. Sinnvoll sind hier lediglich die kleinen Plastiktöpfe (von Andermatt für ca. 3 EUR das Stück bei Amazon), die einzelne frische Pflanzen gut schützen können. Sie sind einfach und schnell zu installieren und können dann wieder entfernt werden.

Für eine langfristige und großflächige Schutzmaßnahme sind Edelstahlbleche die wirkungsvollste Wahl. Diese sind etwas teurer in der Anschaffung, aber haben eine gute Haltbarkeit. Ich bevorzuge eine einmalige Installation auf jeden Fall vor einer ständig wiederkehrenden Wartung.

Ich empfehle den Schneckenzaun von Lust, der ein Komplett-Paket enthält, gut zu installieren ist und auch noch aus Zink besteht. Eine lohnende Investition mit nur einmaligem Aufwand.

Ein Nachteil dieser Bleche ist natürlich die Optik, die nicht in jeden Garten und jedes Hochbeet passt. Die Bleche schauen ca. 10 cm aus dem Boden heraus und sind damit nicht jedermanns Geschmack.

Zugang mit Kupfer versperren

Eine optisch weniger auffälligere Variante könnte hier das Einsetzen von Kupferdrähten und -bändern sein.

Bei höheren Temperaturen und mit säurehaltiger Flüssigkeit in Kontakt, gibt das Material Kupferionen ab, welche für die Schnecken giftig ist. Der Schleim der Nacktschnecken besitzt in der Regel ein saures Milieu (was aber in der Intensität abweichen kann) und sorgt so beim Überqueren für diese chemische Reaktion.

Ich empfehle hierbei das Einsetzen von Kupferbändern, denn diese haben eine deutliche größere Auflagefläche als die Drähte und können so mehr Kupfer abgeben. Außerdem sollten die Elemente mindestens 5 cm breit sein.

Das Kupferband von Vegena erfüllt genau diese Voraussetzungen und hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Insbesondere an Blumenkübeln und Hochbeeten ist die Installation sinnvoll und kann optisch sogar zu einer Aufwertung beitragen.

Im Boden rate ich von einer Installation ab, da die Kupferionen auch in den Boden abgegeben werden und dortige (Wasser-)Lebewesen schädigen können.

Zugang mit Strom versperren

Aufwändiger ist die Installation einer elektrischen Schneckensperre im Garten. Je nach Installation handelt es sich um zwei leitende Streifen Metall die parallel um das zu schützende Gebiet laufen und mit einer Stromquelle verbunden sind.

Kriecht die Schnecke über die beiden Leiter und berührt diese, schließt sie den Stromkreis und bekommt einen elektrischen Schlag. Dies mag sie natürlich überhaupt nicht und sucht das Weite.

Die Installation ist zwar nicht schwer, erfordert aber doch ein Grundverständnis von Strom und Leitern.

Diese Form bietet sich in erster Linie für klar abgegrenzte Bereiche mit einer exponierten Kante (wie bei Hochbeeten) an.

Zur Installation müssen lediglich die beiden Leiter in einem sinnvollen Abstand parallel angebracht und mit einem Akku verbunden werden.

Ich empfehle auch hier die Kupferdrähte von Vegena, denn die sind relativ lange haltbar und erzeugen auch auch die Ionenwirkung, falls mal nur ein Kontakt berührt wird.

Als Stromquelle sollte ein Akku mit maximal 6 Volt eingesetzt werden. Diese Spannung ist für Schnecken mehr als ausreichend und der Entladestrom bei eventuellen Kurzschlüssen hält sich in Grenzen. Außerdem werden auch andere Tiere (und Menschen) durch einen Mini-Stromstoß nicht geschädigt.

Die Funktionsweise kannst du hier sehr schön und eindrucksvoll beobachten:

Wichtig bei der Installation ist der Abstand zwischen den Leitern. Dieser sollte auf keinen Fall unter 1 cm sein, denn die Gefahr von Kurzschlüssen steigt enorm.

Im Garten taucht immer wieder Nässe auf (Regen, Sprengen, Morgentau etc.), was auch einer der Hauptnachteile ist. Hierdurch kommt es immer wieder zu Kurzschlüssen und Problemen mit der Installation. Funktionsausfälle sind an der Tagesordnung und so ist eine Überprüfung der Anlage regelmäßig erforderlich.

Solltest du aber einen geeigneten Ort für diesen Aufbau haben und ein wenig (!) Basteln wollen ist dies eine gute Alternative zum optisch fragwürdigen Metallzaun.

Schneckenschutz mit Netzen

Die Zugangskontrolle der kleinen Biester kannst du auch mit Netzen durchführen. Hierzu kannst du einfach eine kostengünstige Variante kaufen und diese schneckendicht um deine Pflanzen anbringen.

Der Nachteil ist die Optik und auch der eingeschränkte Zugang, da du jedes Mal das Netz öffnen musst, um an deinen Salat zu kommen. Außerdem sammeln sich so Schmutz und Laub über deinem Bett.

Sinnvoll ist dies für ein besonders junges Beet bei denen man das Netz flach auflegen kann. Gerade die kleinen und beliebten Jungpflanzen werden so geschützt.

Trockene Schneckensperre

Schnecken benötigen viel Feuchtigkeit und laufen ständig Gefahr auszutrocknen. Sie meiden trockene Bereich und überqueren diese nicht.

Dies kannst du dir natürlich versuchen zu Nutze zu machen. Leider klingt dies einfacher als man denkt, denn Rindenmulch und Kalk sind gar nicht so geeignet wie man denken könnte. Es müssen schon andere Dinge her und so ist Schafwolle leicht um besonders gefährdete Pflanzen gelegt eine mögliche Alternative.

Natürlicher Schneckenzaun

Handelt es sich um ein relativ großes Beet kannst du eine natürliche Wegsperre in Erwägung ziehen.

Diese besteht aus Farnen und eng wachsenden Gräsern. Werden diese am Rand gesetzt und erzeugen ein enges Gebilde ist dies für die Schnecken ein großes Hindernis, was sie kaum überwinden können.

Wichtig ist, dass die Farne absolut dicht stehen, denn ansonsten finden die Schnecken ihren Weg und der Schutz ist nicht vorhanden.

Gräser können schützen

Dies ist auch der Nachteil, denn eine geschlossene Gräser-Umrandung ist für kleine und Hochbeete sehr unpraktisch, da der Zugang zu stark eingeschränkt ist.

Koffein aus Kaffeesatz

Das effektivste Hausmittel gegen Schnecken im Garten ist alter Kaffeesatz, der in dem Beet großflächig verteilt wird. Die Nacktschnecken nehmen das Koffein auf und dies sorgt in hohen Dosen für eine wirksame Bekämpfung.

Dies wurde in einer Studie nachgewiesen, bei der Salatblätter mit einer 2%-igen Koffeinlösung eingesprüht wurden. Dies sorgte für eine fast 100%-ige Beseitigung der Schnecken. Das direkte Einsprühen des Salats kann diesen jedoch schädigen, deswegen empfehle ich den Einsatz am Boden. Koffein ist sehr gut wasserlöslich und wird wahrscheinlich gut durch die Schnecken aufgenommen.

Der genaue Wirkmechanismus ist dabei gar nicht bekannt. Es wird vermutet, dass Kalzium durch das Koffein freigesetzt wird und dies das Aktions-Potenzial im Nervensystem ändert. Es ist also ein Nervengift für die Schnecken.

Der Nachteil ist, dass du einen permanenten Kaffeegeruch in deinem Beet hast, was nicht jeder mögen muss. Außerdem musst du den Kaffeesatz regelmäßig auffüllen beziehungsweise austauschen, da die Wirkung mit der Zeit nachlässt.

Solltest du aber Kaffeetrinker sein, gilt es dieses Hausmittel unbedingt mal auszuprobieren!

Schnecken keine Nahrung bieten

Die einfachste Form keine Nacktschnecken im Beet zu haben ist die Besetzung mit Pflanzen, die für die Schädlinge unattraktiv sind und keine bevorzugte Nahrung darstellen.

Während normale Salate die Schnecken magisch anziehen gibt es bestimmte Sorten, die von ihnen verschmäht werden. Diese sind meist etwas bitter, aber immer noch gut genießbar für dich und können eine interessante Abwechslung sein.

In Frage kommen insbesondere Salate mit roten Blättern. Auch sehr grobe Blattstrukturen verhindern ein Anfressen der Schnecken. Hier bieten sich Hauswurz, Fetthenne und Wolfsmilch an.

Ein absolut wirksames Mittel und absolut empfehlenswert, wenn dir bestimmte Sorten nicht zu wichtig sind.

Pflanzen mit abschreckender Wirkung

Sehr gerne empfohlen werden Pflanzen mit einer abschreckenden Geruchsbildung. Der Duft soll die Schnecken von dem Beet fernhalten und den Salat so schützen.

Die Idee klingt verlockend, aber es gibt keine Studien, die eine solche Wirkung bestätigen (oder widerlegen) können. Es gilt eigene Erfahrungen zu sammeln und zu testen, ob und welche Pflanzen hier tatsächlich eine Wirkung erzielen.

Auf der Liste der möglichen Kandidaten stehen Lavendel, Kapuzinerkresse, Thymian, Schnittlauch und viele mehr.

Angeblich abschreckend: Lavendel

Auch Maiglöckchen, Fingerhut und die Pfingstrose sollen abschreckend wirken, da sie potentiell giftig sind.

Falls du etwas Zeit mitbringst und gerne herumexperimentierst kann dies eine Variante für dich sein. Willst du recht schnell zu einer Lösung kommen, empfehle ich dir die anderen Methoden (insbesondere die physischen) anzuwenden.

Boden regelmäßig durchhacken

Wer ein Beet besitzt pflegt dieses regelmäßig und kümmert sich um seine Pflanzen. Dazu gehört auch das Entfernen von Unkraut und Bearbeiten des Nährbodens.

Die Eigelege der Schnecken befinden sich im Boden und sind dort gut geschützt. Sollte jedoch eine mechanische Bearbeitung des Bodens durchgeführt werden können diese Gelege Schaden nehmen. Dies kann die Vermehrung der Population der Schnecken signifikant verringern.

Dazu musst du den Boden regelmäßig und fein durchhacken. Insbesondere im Frühjahr ist diese Maßnahme sinnvoll, da schon früh eine Ausbreitung reduziert wird.

Natürlich ist es nicht möglich einen Befall hierdurch zu verhindern. Du wirst niemals alle Schneckeneier erwischen und auch der Zuzug von außerhalb ist so nicht eingeschränkt.

Ein Durchhacken des Bodens ist sinnvoll und sollte die anderen Maßnahmen ergänzen, ist für sich jedoch nicht effektiv genug.

Was sollte man nicht tun?

Die beschriebenen Methoden sind effektiv und meine Empfehlung. Im Internet gibt es eine Reihe weiterer Maßnahmen, auf die du vielleicht stoßen wirst. Aus verschiedenen Gründen rate ich von diesen ab:

Salz zur Schneckenabwehr

Das Salz wird durch die Tiere aufgenommen und sorgt für einen qualvollen lange gezogenen Tod. Dies ist mit einem halbwegs humanen Naturschutz nicht vereinbar und sollte jeder Hobbygärtner aus eigenem inneren Antrieb unterlassen. Außerdem dringt das Salz in den Boden ein und verändert diesen nachhaltig. Du quälst also nicht nur die Schnecken, sondern schädigst auch deine kostbare Erde!

Bierfalle gegen Schnecken

Der Biergeruch soll Schnecken anlocken und dann schließlich töten. Auch hier handelt es sich um einen Tod, der mit Naturschutz wenig zu tun hat. Außerdem ist diese Methode sehr aufwendig, weil du permanent die Falle erneuern und kontrollieren musst. Und wenn du Pech hast lockt der Geruch noch mehr Schnecken an, als du eh schon im Garten hast!

Kalk streuen

Die Grundidee hinter einem Auslegen mit Kalk ist die Aufnahme durch die Schnecken (und Verätzung der Sohle) sowie die Vermeidung des Bereichs, da ihnen zu viel Flüssigkeit entzogen wird.

Der Kalk löst sich bei Regen jedoch zügig auf und muss dadurch ständig nachgestreut werden. Er dringt in den Boden ein und verändert den sensiblen pH-Wert so auf Dauer, was deinen Boden nutzlos machen kann!

Jauchen zur Schneckenabwehr

Das Ansetzen von gewissen Brühen mit natürlichen Mitteln ist eine gute Idee. Das Hausmittel ist biologisch und unschädlich.

Die Wirkung solcher Jauchen ist jedoch sehr umstritten und ich kann nicht von einer spürbaren Wirkung sprechen.

Außerdem ist der Aufwand des ständigen Einsprühens auch sehr hoch.

In der Summe ist dieses Mittel leider zu ineffektiv, um es in die Empfehlungen zu schaffen.

Laufenten einsetzen

Auch dieses Mittel ist biologisch. Der natürliche Feind der Nacktschnecken kann die Population dramatisch verringern.

Effektiv ist dies ebenfalls. Jedoch wahnsinnig aufwendig. Mehrere Enten zu halten ist keine Entscheidung, die du mal eben so treffen solltest. Es bedarf vieler Bedingungen, damit die Laufenten artgerecht bei dir leben können.

Hierzu gehört ein Stall, entsprechendes Futter, Pflege, Reinigung und und und. Damit ist die Methode nur für sehr wenige Leute eine Option und damit zu ineffektiv!

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