Wie schauen Hundeflöhe aus? Welche Hausmittel helfen?


Hundeflöhe hinterlassen stark juckende Einstiche und vermehren sich rasant. Außerdem stehen sie im Verdacht Krankheiten zu übertragen.

Aber nicht jedes Jucken und Kratzen deines Hundes bedeutet, dass ein Flohbefall vorliegt. Es ist wichtig, auf die richtigen Anzeichen zu achten und einen Befall sicher zu verifizieren.

Mit dieser Erkenntnis und den richtigen Maßnahmen kannst du deinen Hund schnell von den Plagegeistern befreien.


  1. Was ist ein Hundefloh?
  2. Woher kommt der Hundefloh?
  3. Wie lebt der Hundefloh?
  4. Wie schauen Hundeflöhe aus?
  5. Wie erkenne ich einen Befall mit Hundeflöhen?
  6. Welche Hausmittel helfen gegen Hundeflöhe?
  7. Wie bleibt mein Hund flohfrei?
  8. Können Hundeflöhe Krankheiten übertragen?
  9. Welche Bedeutung haben Hundeflöhe für den Menschen?

Was ist ein Hundefloh?

Der Hundefloh ist ein parasitäres Insekt, das sich vom Blut seines Wirtes ernährt und auf diesem lebt. Er wird bis zu 4 mm groß und ist damit mit bloßem Auge sichtbar.

Er pflanzt sich über die Eiablage auf dem Wirt fort und ist in der Lage größere Distanzen bis zu 48 cm mit einem Sprung zurückzulegen und so das Wirtstier zu wechseln.

Der Hundefloh ist in Deutschland eher in ländlichen Gebieten verbreitet und spielt für den Menschen eine untergeordnete Rolle.

Woher kommt der Hundefloh?

Der Hundefloh wird in erster Linie durch den Kontakt zu infizierten anderen Tieren übertragen. Dabei nutzen die Parasiten ihre ausgeprägten Hinterbeine um Distanzen bis 48 cm zurückzulegen.

Außerdem werden die Insekten durch eine Verteilung der Eier und Larven weitergegeben. Diese leben im Fell ihres Wirts und können durch mechanische Einflüsse aus diesen herausfallen. Landen sie durch Zufall in einer günstigen tiernahen Umgebung (Hundedecke, Körbchen etc.) ist eine weitere Entwicklung und Ausbreitung möglich.

Häufige Floh-Quelle

Geteilte Liegeplätze, gemeinsame Decken und ähnliche Aufenthaltsorte fördern die Übertragung ungemein.

Grundsätzlich gilt, dass eine Infizierung um so wahrscheinlicher ist, desto mehr direkter Kontakt zu anderen Hunden besteht.

Wie lebt der Hundefloh?

Der Hundefloh ist ein Pelzfloh und verlässt den Wirt grundsätzlich nicht. Er ist nicht lichtscheu und legt seine Eier (bis zu 25 am Tag!) direkt im Fell des Hundes ab. Wärme und Schutz bezieht er durch die Nähe zum befallenen Tier.

(Ein Nestfoh hingegen hält sich außerhalb des Wirtes auf und kommt in der Nacht aus seinem Versteck, um Nahrung aufzunehmen. Seinen Nachwuchs platziert der Nestfloh in geschützten Bereichen in der Umgebung)

Die idealen Umgebungsbedingungen für den Hundefloh sind eine Temperatur von ca. 25°C und eine relative Feuchtigkeit von 80 %.

Dann ist eine zügige Entwicklung möglich und aus den Larven entwickeln sich in 15 – 20 Tagen adulte Flöhe, die dann ebenfalls wieder zur Eiablage fähig sind.

Entwicklungsstadien (Ei, Larve, Puppe, Adulter Floh)
Author / CC BY

Daher findet eine Vermehrung der Flöhe in warmen feuchten Bereichen unheimlich schnell statt und eine Plage kann rasant entstehen.

Der Hundefloh besitzt einen Stech-Saug-Apparat mit dem er in die Haut des Wirtes eindringt und das Blut entnimmt. Dabei injiziert er eine betäubende Flüssigkeit, die den Einstichschmerz abschwächt und den Floh so in Ruhe saugen lässt.

Erster Verdacht: Starkes Kratzen

Die starke folgende Abwehrreaktion des Körpers durch Ausschüttung von Histamin sorgt dann für einen ausgeprägten Juckreiz und ein unangenehmes Stechen.

Dein Hund wird daraufhin ein ausgeprägtes Kratzen und Ablecken der betroffenen Stelle zeigen. Er wird mit allen Mitteln versuchen den Juckreiz zu bearbeiten.

Wie schauen Hundeflöhe aus?

Hundeflöhe sind 2 – 4 mm lange Parasiten mit einem seitlich abgeflachten Körper und stark ausgeprägten Hinterbeinen. Ihr chitinhaltiger Körper hat eine bräunliche Färbung und ist mit kleinen Haaren besetzt, die ein zügiges Vorankommen im Fell ermöglichen. Der Kopf ist durch einen kombinierten Stech-Saug-Apparat geprägt. Hundeflöhe besitzen keine Flügel und können somit nicht fliegen.

Hundefloh
Katja ZSM / CC BY-SA

Die Eier des Hundeflohs sind mattweiß und oval geformt bei einer Größe von ca. 0,5 mm. Sie befinden sich im Fell und sind nur schwer zu entdecken.

Floh-Ei und Larve

Die Larven sind Maden-ähnliche Gebilde mit einer Länge bis zu 6 mm, die in ihren späteren Stadien wie auch die adulten Tiere mit dem bloßen Auge sichtbar sind.

Die Unterscheidung des Hundeflohs zu anderen Floharten ist nicht einfach, denn es gibt nur sehr geringe Abweichungen. Je nach Wirt und Umgebung gibt es bestimmte kleinere Unterschiede (wie zum Beispiel leichte Formänderungen oder unterschiedliche Behaarung).

Im Vergleich zum stark verwandten Katzenfloh hat der Hundefloh einen etwas runderen Hinterkopf (im Gegensatz zu einem länglicheren Katzenflohhinterkopf). Außerdem sind die Unterschenkel der starken Hinterbeine mit 8 statt 6 Borsten tragenden Gelenken ausgestattet.

Sehr ähnlicher Katzenfloh
Katja ZSM / CC BY-SA

Diesen Unterschied wirst du aber nur unter dem Mikroskop feststellen können. Für die weiteren Maßnahmen spielt der Unterschied auch gar keine Rolle. Deswegen empfehle ich, sich gar nicht darauf zu versteifen.

Wenn du doch diese Unterscheidung vornimmst, wirst du schnell feststellen, dass ein Großteil der Flöhe auf deinem Hund gar keine Hunde-, sondern Katzenflöhe sind. Gerade in städtischen Gebieten ist die Verbreitung der Katzenflöhe deutlich größer und ein Übergang auf Hunde üblich.

Wie erkenne ich einen Befall mit Hundeflöhen?

1. Starker großflächiger Juckreiz

Grundvoraussetzung für jeden Flohbefall ist der besonders stark ausgeprägte Juckreiz. Dieser bildet sich großflächig aus und ist kaum auszuhalten.

Dein Hund wird sich intensiv und mit allen Mitteln versuchen zu Kratzen, um Linderung zu erfahren. Er wird die Krallen BEGRIFF und auch die Zähne einsetzen, was zu aufgekratzten Stellen und Haarverlust an diesen Stellen führen kann.

Das Kratzen ist stärker als normal und geht über einen längeren Zeitpunkt. Die Stellen sind dabei häufig lokal begrenzt und wiederholen sich immer wieder.

Besonders beliebt sind dabei Orte, an denen der Floh schlecht zugänglich ist (wie Kopf, Hals, Hinterpfoten).

2. Mehrere Bisse in einer Linie

Flöhe bewegen sich auf dem Fell langsam fort und haben die Tendenz mehrmals zuzubeißen. Dabei nutzen sie das gleiche Areal und die Stiche liegen nah beieinander. Häufig kann man die Einstiche sogar in einer Linie entdecken. Der Abstand variiert dabei und beträgt häufig nur wenige Zentimeter.

3. Der Floh ist sichtbar

Die kleinen Parasiten besitzen Größen von 2 – 4 mm und sind damit verhältnismäßig groß.

Dies ist ausreichend, um sie mit bloßem Auge zu sehen! Häufig sind Flöhe aber nur als kleine Punkte zu erkennen, bis man genau hinsieht.

Eine regelmäßige Kontrolle des Hundefells auf einen Befall sollte zu jedem Herrchen-Alltag gehören und ermöglicht frühe Gegenmaßnahmen und damit eine Schonung des Haustiers.

Tipp: Solltest du verdächtige Objekte gesichtet haben kann eine Lupe helfen die Parasiten zu identifizieren. Mit der Lupe hast du auch die Chance noch jüngere (= kleinere) Exemplare zu erkennen. Ich persönlich bevorzuge dieses Taschenmikroskop, da es die beste Vergrößerung bietet, gut verarbeitet und dabei noch günstig ist.

4. Flohkot ist vorhanden

Bei der Inspektion des Hundefells und der näheren Umgebung (Decken, Körbchen, Ablageorte) stößt du vielleicht auf kleine schwarze Punkte, die aber kein Floh sind. Dann kann es sich um die Überreste der Parasiten handeln.

Der Kot von Flöhen besteht dabei hauptsächlich aus Blutresten, was du leicht überprüfen kannst. Nimm dazu einfach etwas Flohkot auf und lege ihn auf ein Blatt Küchenrolle. Im Anschluss befeuchtest du die Kügelchen und verreibst sie etwas.

Das Wasser weicht den Kot auf und das Blut löst sich beim verreiben. Es entsteht ein rostig-roter Fleck der gut erkennbar ist!

Welche Hausmittel helfen gegen Hundeflöhe?

Die Beseitigung von Hundeflöhen ist eine mehrstufige und langwierige Sache, denn die Parasiten sind widerstandsfähig, schwer zugänglich und haben einen langen Lebenszyklus (von bis zu 1 Jahr).

Alle gewählten Maßnahmen sollten daher mindestens über 6 Monate regelmäßig wiederholt werden, um alle Stadien der Flöhe zu erwischen.

Es gibt eine Unmenge an verfügbaren Mitteln die du beim Tierarzt und natürlich auch im Internet erwerben kannst.

Meine folgende Liste ist biologisch orientiert und lässt die chemische Keule außen vor.

1. Grobe Entfernung und erste Reinigung

Der erste Schritt zur effektiven Flohbekämpfung sollte ein direkter Angriff auf die kleinen Pelzflöhe sein. Hierzu gibt es spezielle Flohbürsten für Haustiere, die eine besonders dichte Struktur haben. So kannst du schon einmal einige Parasiten erwischen und den Flohkot loswerden.

Wichtig hierbei ist, dass ausgekämmte Flöhe wahrscheinlich nicht tot sind. Du solltest die Aktion also im Freien durchführen und dich nicht allzu viel Zeit an der gleichen Stelle aufhalten!

Selbst wenn du nur den Flohkot erwischt ist das Auskämmen immer noch wichtig, da die Exkremente auch als Nahrung für die Flohlarven gilt!

2. Direkte Bekämpfung

Nach diesem ersten Schritt gilt es nun auch die übrig gebliebenen Flöhe aus dem Fell wirkungsvoll zu entfernen!

Hierzu gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten und diverse Mittel. Ich empfehle dir diejenigen, von denen ich weiß, dass sie wirken.

a) Kieselgur

Dieses Pulver besteht aus den zermahlenen Überresten von Kieselalgen und ist im Handel leicht und günstig zu erwerben.

Das Pulver sollte mittels eines Zersträuers großzügig auf die erkannten Stellen aufgetragen werden. Die Bestandteile sind scharfkantig und verletzen beim Auftragen die Flöhe die im Anschluss absterben.

Nach einer Einwirkzeit von 15 – 20 Minuten kann das Pulver durch abspülen oder ausbürsten entfernt werden.

Wichtig: Führe dies nur im Freien durch und achte darauf, dass deine und die Atemwege deines Haustiers keinen direkten Puderstoß abbekommen.

b) Selbst gemachtes Anti-Floh-Spray

Anti-Floh-Spray: einfach und gut
Rosmarin-Zitrone

Intensiver Rosmarin und etwas Zitrone helfen die kleinen Parasiten zu verjagen und sind gut für Mensch und Tier zu verwenden. Ich bevorzuge es deutlich gegenüber der Essig-Variante, da mich sehr saure Geruch doch sehr stört.

Anleitung:

  • 1 Liter Wasser aufkochen
  • 1 geteilte Zitrone inklusive Schale dazugeben
  • 1 Hand voll frischen (!) Rosmarin hinzugeben
  • 20 – 30 Minuten köcheln lassen
  • > 3 Stunden Abkühlen und Ziehen lassen
  • Flüssigkeit abseien, damit die Düse der Sprühflasche nicht verstopft (Haushaltspapier in einem Sieb oder ein Geschirrhandtuch reicht aus)
  • Flüssigkeit in einen Zerstäuber geben und Mensch / Tier / betroffene Möbel einsprühen
  • Mindestens täglich wiederholen für 10 Tage

Essig-Zitrone

Wer den intensiven Geruch von Essig gut verträgt kann auch diese Mischung nehmen.

Anleitung:

  • 2 Liter Essig mit
  • 1 Liter Wasser und
  • 0,2 Liter Zitronensaft mischen
  • Das fertige Gemisch in eine Sprühflasche geben und die befallenen Stellen von Mensch, Tier und Mobiliar einsprühen.
  • Auch dieser Vorgang sollte über mehrere Tage wiederholt werden, damit eine gute Wirkung erzielt wird.

Alternativ kann man natürlich auch Anti-Floh-Sprays kaufen. Diese wirken jedoch immer über ein Gift. Auch wenn dieses nicht für den Menschen und das Haustier schädlich sein soll ist die natürliche Variante zu empfehlen! Falls du dir aber sicher bist, dass du kein Naturprodukt nutzen willst, rate ich dir zum ARDAP Langzeit Flohspray. Die Wirkdauer ist besonders lang und die Konzentration des Wirkstoffs nicht zu hoch.

3. Floh-Umgebung reinigen

Neben der direkte Anwendung von Sprays sollte sich intensiv um die Rückzugsorte der Flöhe gekümmert werden. Nicht selten halten sich einige Exemplare in Bezügen und Decken auf. Übersieht man diese und lässt die Reinigung aus, ist eine Rückkehr der Plagegeister sehr wahrscheinlich.

Also auch wenn es unangenehm ist: Ran an den Lappen / Staubsauger!

Insbesondere das Körbchen und der Nahbereich sollten intensiv gereinigt und abgesaugt werden. Gleiches gilt für dein Bettgestell und sämtliche Rillen und Ritzen in Schlafnähe. So erwischt du auch Einzeltiere und mögliche Larven.

Floh-Paradies

Am Ende sollte der Bereich wieder mit dem Anti-Floh-Spray deiner Wahl eingesprüht werden.

Polster und Hundedecken sind, wenn möglich, bei 60°C zu waschen. Dies tötet zuverlässig sowohl die Flöhe, als auch deren Larven ab.

4. Flohfalle aufstellen

Hast du den Bereich gereinigt und eingesprüht sind die meisten Flöhe beseitigt und das Gebiet ist sehr unattraktiv für die Parasiten.

Um nun auch die letzten Einzeltiere hervorzulocken kannst du eine selbst gemachte Flohfalle aufstellen. Eines der wirksamsten Hausmittel gegen die Parasiten.

Diese besteht aus einem Schälchen, einem Teelicht und etwas Spülmittel.


Anleitung:

  • Schale in Flohnähe aufstellen (Schlafplätze)
  • Schale mit Wasser befüllen
  • Teelicht in die Mitte stellen und anzünden
  • Etwas Spüli in das Wasser geben

Das Licht und die Wärme locken nun die Flöhe an, welche sich auf das Wasser begeben und durch die fehlende Oberflächenspannung untergehen und ertrinken.

Nach einiger Zeit wirst du in der Schale die Überbleibsel der Flöhe entdecken. Tauchen keine Flohreste mehr auf, ist der Nahbereich wieder frei von Parasiten.

Auch hier kannst du natürlich eine Flohfalle kaufen, aber mit der Eigenkonstruktion hast du ein effektives Hausmittel gegen Flöhe selbst hergestellt.

Falls du doch auf die fertige Variante zurückgreifen willst empfehle ich dir die „MyFleaTrap„, die mit einem Klebestreifen arbeitet. Die Falle ist zwar nicht perfekt, aber ist dafür eine der wenigen die nicht unendlich hässlich ist.

4. Eigene Hygiene

Nachdem der komplette Bereich von Flöhen befreit wurde, solltest du zur Sicherheit auch dich selber schützen und einen möglichen Flohbefall auf dich vorbeugen.

Dabei ist es ziemlich leicht die kleinen Biester loszuwerden. Mit einem Bad und intensiver Haarwäsche wird man die Flöhe gut los.

Zur Sicherheit sollte man die intensive Wasserbehandlung einige Tage lang wiederholen und dabei den Fokus auf die Haare legen.

Eine spezielle Flohkur oder bestimmte Flohgegenmittel sind nicht erforderlich und kosten dich nur Geld!

Wie bleibt mein Hund flohfrei?

Genauso wichtig wie die Entfernung von Flöhen ist die Vorbeugung, denn dein Haustier ist immer wieder in der Natur unterwegs und ein erneuter Befall eine Frage der Zeit, wenn du die folgenden Grundregeln nicht einhältst.

1. Regelmäßige Kontrolle

Dein Hund und deine Katze sind in der freien Natur unterwegs und sollen dies auch weiterhin tun. Dir muss aber bewusst sein, dass dies auch automatisch eine höhere Gefahr für Flöhe mit sich bringt.

Hier hilft eine regelmäßige Kontrolle des Fells auf Flöhe und Flohkot. Mit einer Flohbürste hast du das ideale Werkzeug um das Fell durchzukämmen und entsprechende Indizien aufzuspüren.

In den Wintermonaten reicht hierbei eine wöchentliche Kontrolle und im Sommer solltest du die Suche auf alle 2-3 Tage erhöhen, da die Parasiten deutlich aktiver und weiter verbreitet sind.

2. Regelmäßiges Absaugen

Für den Nahbereich deines Haustieres gelten ebenfalls gesteigerte Hygiene-Regeln. Du solltest den Schlafbereich und die häufigen Aufenthaltsorte im Haus regelmäßig intensiv absaugen, um das Entstehen von Flohnestern und Larvenstellen im Keim zu ersticken.

3. Flohhalsband

Um einen Befall des Hundes / der Katze etwas einzudämmen sind Halsbänder mit abschreckender Wirkung beliebt. Diese beinhalten einen für Flöhe unangenehmen Duft und verringern so die Wahrscheinlichkeit eines Flohbefalls.

Flohhalsband selber machen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten so ein Flohhalsband selbst herzustellen. Diese sind genau so effektiv und vor allem günstiger als welche aus dem Handel.

Hierzu nimmst du ein abschreckendes Gewürz deiner Wahl (Rosmarin, Pfefferminze), das du fein hackst und in ein Tuch einwickelst, dass du deinem Hund / deiner Katze um den Hals bindest.

Ich empfehle die etwas leichtere Variante (da ich nicht gerne etwas um den Hals knote), in dem ich einfach etwas Öl (Minzöl, Teebaumöl, Geranienöl) auf das bestehende Halsband tropfe. So kann das gewohnte (sichere) Halsband weiter verwendet werden.

Im Handel gibt es eine Vielzahl von Artikeln die in ihrer Wirkung und der Anwendung alle sehr ähnlich sind. Du kannst dich von den Produktrezensionen anleiten lassen.

Ich persönlich empfehle für Hunde das Halsband Seresto von Bayer (beste Ergebnisse, aber etwas teurer). Für Katzen würde meine Wahl auf das DEWEL Halsband fallen, das leicht anwendbar ist und gute Ergebnisse erzielt.

4. Hygiene für Hund / Katze und Mensch

Weiteres Grundelement für die Vorbeugung von Flöhen ist die regelmäßige Hygiene, da so die Tiere und deren Larven abgetötet / entfernt werden und die Population sehr klein bleibt und nur kurzfristig im Fell überleben kann.

Gleiches gilt natürlich für die menschliche Hygiene, aber die sollte man auch aus sozialen Gründen nicht vernachlässigen…

Können Hundeflöhe Krankheiten übertragen?

Ja, Hundeflöhe können Krankheiten und Parasiten übertragen, jedoch ist die Gefahr sich anzustecken sehr gering und damit die praktische Relevanz hierbei niedrig.

Du brauchst dir also nicht direkt Sorgen machen, wenn euch mal ein Hundefloh erwischt hat!

Verglichen mit anderen Floharten ist der Hundefloh auch recht harmlos und überträgt keine schweren Krankheiten. Er ist eher verantwortlich für die Infektion mit Bandwürmern (was aber wie gesagt auch sehr unwahrscheinlich ist!).

Über das normale Flohbiss-Maß auftretende Beschwerden sind häufig die Folge einer allergischen Reaktionen auf den Speichel der Parasiten, den sie bei einem Biss in die Wunde einsetzen. Dort kommt es dann zu größerflächigen Rötungen, Schwellungen und einem noch stärkeren Juckreiz.

Ebenfalls musst du durch das unkontrollierte Kratzen deines Hundes damit rechnen, dass die Stellen Wund werden und sich entzünden. Haarausfall und kahle Stellen sind ebenfalls typische negative Folgen.

Welche Bedeutung haben Hundeflöhe für Menschen?

Der Hundefloh hat fast keinen Einfluss auf den Menschen. Durch seine Treue zum bevorzugten Wirt verursacht er nur bei Nahrungsmangel schmerzhafte Einstiche bei uns.

Wird der Hundefloh auf den Menschen übertragen sind die Auswirkungen und Konsequenzen jedoch die gleichen, wie bei einem Menschenfloh.

Es gilt nur zu beachten, dass der Hundefloh ein Pelzfloh ist und nicht in Nestern haust (und damit eine Bekämpfung der Umgebung nicht so stark durchgeführt werden muss, wie bei Parasiten, die ihre Nester in Bettnähe haben).


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